Zum Hauptinhalt springen
Ratgeber Weisheitszähne

Weisheitszahn-OP: die Heilung Tag für Tag

Nach der Entfernung der Weisheitszähne fragen sich viele, was in den nächsten Tagen auf sie zukommt. Hier erklären wir den Heilverlauf Schritt für Schritt, geben praktische Tipps und sagen Ihnen, wann Sie sich bei uns melden sollten.

Von Dr. Ansgar Hergt, Fachzahnarzt für Oralchirurgie · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Die ersten Stunden

Direkt nach dem Eingriff drücken Sie auf den eingelegten Tupfer, damit sich ein Blutgerinnsel bildet. Dieses Gerinnsel verschließt die Wunde und ist die Grundlage der Heilung. Deshalb gilt für die ersten Stunden: nicht spülen, nicht saugen, nicht an der Wunde spielen. Kühlen Sie die Wange von außen, am besten mit Pausen, dann fällt die Schwellung geringer aus.

Kurz gesagt: Kühlen, ruhen, den Kopf beim Schlafen etwas höher legen. Verzichten Sie am OP-Tag auf Sport, Alkohol und Nikotin.

Tag 1 bis 3: die akute Phase

In diesen Tagen ist die Schwellung am stärksten, oft erst am zweiten Tag auf dem Höhepunkt. Auch ein blauer Fleck an der Wange ist normal. Nehmen Sie die empfohlenen Schmerzmittel lieber vorbeugend, bevor der Schmerz groß wird. Essen Sie weich und lauwarm.

  • Gut geeignet: Suppe, Kartoffelpüree, Joghurt, Rührei
  • Besser meiden: Krümeliges, Nüsse, sehr Heißes, Kohlensäure
  • Kauen Sie auf der gesunden Seite

Tag 3 bis 7: es wird besser

Ab dem dritten oder vierten Tag lässt die Schwellung spürbar nach. Jetzt bringt Kühlen wenig, stattdessen unterstützen wärmere Auflagen den Abbau der Schwellung. Mit dem vorsichtigen Spülen mit einer milden Lösung dürfen Sie nun beginnen, wenn wir es Ihnen gesagt haben.

Nach einer Woche: die Fäden

Etwa nach sieben bis zehn Tagen sind die Wunden weitgehend verschlossen. Nicht selbstauflösende Fäden ziehen wir dann in einem kurzen Termin. Der Knochen darunter braucht noch einige Wochen, bis er vollständig ausgeheilt ist. Das merken Sie im Alltag aber kaum.

Die trockene Alveole erkennen

Wenn der Schmerz nach zwei bis vier Tagen nicht nachlässt, sondern wieder zunimmt und pochend wird, kann sich das Blutgerinnsel gelöst haben. Dann liegt der Knochen frei, man spricht von einer trockenen Alveole. Das ist unangenehm, aber gut behandelbar. Rufen Sie uns an. Wir legen eine beruhigende Einlage ein, und der Schmerz lässt meist schnell nach.

Wann Sie sich bei uns melden sollten

  • Schmerz, der ab dem dritten Tag wieder stärker wird
  • Fieber oder eine zunehmende, harte Schwellung
  • Nachblutung, die sich durch Aufbeißen nicht stoppen lässt
  • Taubheitsgefühl, das nach dem Abklingen der Betäubung bleibt

Diese Fälle sind selten, aber wir schauen lieber einmal zu viel als zu wenig. Unsere Nummer ist die 03987 51951.

Wie die Entfernung selbst abläuft und wann sie überhaupt nötig ist, lesen Sie auf unserer Seite zur Weisheitszahnentfernung in Templin.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Heilung nach einer Weisheitszahn-OP?
Die akute Phase mit Schwellung dauert meist drei bis fünf Tage. Nach sieben bis zehn Tagen sind die Wunden weitgehend verschlossen, und die Fäden werden gezogen, falls sie nicht selbst aufgehen. Bis der Knochen vollständig ausgeheilt ist, vergehen mehrere Wochen.
Was ist eine trockene Alveole?
Bei einer trockenen Alveole löst sich das schützende Blutgerinnsel aus der Wunde, meist am zweiten bis vierten Tag. Der Knochen liegt dann frei, das kann deutlich schmerzen. Melden Sie sich in diesem Fall bei uns. Wir versorgen die Wunde mit einer beruhigenden Einlage, dann klingt der Schmerz rasch ab.
Wie lange werde ich nach der Weisheitszahn-OP krankgeschrieben?
Bei einer einfachen Entfernung reichen oft ein bis zwei Tage. Nach der Entfernung mehrerer oder verlagerter Zähne empfehlen wir zwei bis drei Tage Schonung. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung stellen wir Ihnen aus, bei Bedarf auch länger.
Was darf ich nach der OP essen?
In den ersten Tagen eignen sich weiche, lauwarme Speisen wie Suppe, Kartoffelpüree oder Joghurt. Meiden Sie Krümeliges, sehr Heißes und Alkohol. Kauen Sie auf der gesunden Seite und spülen Sie in den ersten Stunden nicht, damit das Blutgerinnsel bleibt.
Über diesen Ratgeber: Verfasst und fachlich geprüft von Dr. Ansgar Hergt, Fachzahnarzt für Oralchirurgie in Templin. Der Text ersetzt keine persönliche Beratung.
Steht bei Ihnen eine OP an?

Wir beraten Sie in Ruhe und planen den Eingriff schonend.

Jetzt anrufen · 03987 51951