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Ratgeber Knochenaufbau

Sinuslift und Knochenaufbau verständlich erklärt

Wenn im hinteren Oberkiefer zu wenig Knochen für ein Implantat da ist, hilft ein Sinuslift. Wir erklären, was dabei passiert, wie die Heilung verläuft und welche Risiken es gibt.

Von Dr. Ansgar Hergt, Fachzahnarzt für Oralchirurgie · Zuletzt aktualisiert: Juli 2026

Warum überhaupt Knochen aufbauen?

Ein Implantat braucht festen Halt im Kieferknochen. Fehlt an einer Stelle Knochen, etwa weil ein Zahn lange fehlt, schaffen wir vorher die nötige Grundlage. Im hinteren Oberkiefer liegt darüber die Kieferhöhle. Genau hier kommt der Sinuslift ins Spiel.

Was beim Sinuslift passiert

Beim Sinuslift heben wir den Boden der Kieferhöhle vorsichtig an und füllen den entstehenden Raum mit Knochen oder Knochenersatzmaterial. Man unterscheidet zwei Wege:

Interner Sinuslift

Der schonendere Weg bei geringem Bedarf. Wir arbeiten durch das spätere Implantatbett und heben die Kieferhöhle nur wenige Millimeter an.

Externer Sinuslift

Bei größerem Bedarf schaffen wir über ein kleines Fenster in der seitlichen Kieferwand mehr Platz und bauen entsprechend mehr Knochen auf.

Alles 3D-geplant: Vor jedem Sinuslift zeigt uns das DVT genau, wie viel Platz vorhanden ist. So wählen wir das schonendste Verfahren.

Die Heilung

Der aufgebaute Knochen wächst in den nächsten Monaten fest ein, meist braucht er etwa vier bis neun Monate, bis er ein Implantat sicher trägt. Bei kleinem Aufbau setzen wir das Implantat manchmal in derselben Sitzung, bei größerem Aufbau später. Die Eigenbluttherapie mit PRF kann die Heilung unterstützen.

Welche Risiken es gibt

Ehrlich gesagt: Auch ein Routineeingriff hat Risiken. Schwellung und ein blauer Fleck sind normal. Die dünne Schleimhaut der Kieferhöhle kann einreißen, das lässt sich meist direkt versorgen. Selten kommt es zu einer Entzündung. Durch die sorgfältige Planung und saubere Technik halten wir diese Risiken gering und klären Sie vorher in Ruhe über alles auf.

Alle Verfahren und Kosten finden Sie auf unserer Seite zu Knochenaufbau und Sinuslift in Templin.

Häufige Fragen

Was ist ein Sinuslift?
Bei einem Sinuslift schaffen wir im Oberkiefer Platz für ein Implantat, indem wir den Boden der Kieferhöhle vorsichtig anheben und darunter Knochen aufbauen. Das ist nötig, wenn im hinteren Oberkiefer zu wenig eigener Knochen vorhanden ist.
Ist ein Sinuslift schmerzhaft?
Der Eingriff findet unter örtlicher Betäubung statt, auf Wunsch auch im Dämmerschlaf. Unter der Betäubung sollten Sie keinen Schmerz spüren, höchstens ein Druckgefühl. In den Tagen danach sind Schwellung und ein leichtes Druckgefühl normal und lassen sich gut mit Schmerzmitteln lindern.
Wie lange dauert die Heilung nach einem Sinuslift?
Der aufgebaute Knochen braucht mehrere Monate, bis er belastbar ist, meist etwa vier bis neun Monate. Erst danach oder zeitgleich setzen wir das Implantat, je nach Ausgangslage. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, zeigt die 3D-Planung.
Welche Risiken gibt es?
Wie bei jedem Eingriff sind Schwellung, Bluterguss und selten eine Entzündung möglich. Beim Sinuslift kann die dünne Schleimhaut der Kieferhöhle einreißen, das lässt sich in der Regel direkt versorgen. Durch die 3D-Planung und sorgfältige Technik halten wir die Risiken gering.
Über diesen Ratgeber: Verfasst und fachlich geprüft von Dr. Ansgar Hergt, Fachzahnarzt für Oralchirurgie in Templin. Der Text ersetzt keine persönliche Beratung.
Zu wenig Knochen für ein Implantat?

Wir prüfen im DVT, ob ein Sinuslift für Sie infrage kommt.

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