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Chirurgischer Zahnerhalt

Mikrochirurgische
Wurzelspitzen­resektion
in Templin

Wenn ein wurzelbehandelter Zahn nicht zur Ruhe kommt, muss er nicht gleich gezogen werden. Bei der Wurzelspitzenresektion entfernen wir die entzündete Wurzelspitze und verschließen den Kanal von unten. Dr. Hergt ist Fachzahnarzt für Oralchirurgie und Spezialist für Endodontie und führt den Eingriff unter dem OP-Mikroskop durch.

OP-Mikroskop 3D-Röntgen im Haus Ambulant, örtliche Betäubung
Kurz erklärt

Eine zweite Chance
für Ihren Zahn

Die Wurzel eines Zahns verzweigt sich an ihrer Spitze in viele feine Seitenkanäle. Dort können Bakterien überleben, auch wenn die Wurzelbehandlung sorgfältig gemacht wurde. Die Folge ist eine Entzündung im Kieferknochen, die man oft erst im Röntgenbild bemerkt.

Bei der Wurzelspitzenresektion, kurz WSR, kürzen wir die Wurzel um wenige Millimeter, entfernen das entzündete Gewebe und dichten den Kanal von der Spitze her ab. Der Zahn selbst bleibt stehen, eine vorhandene Krone in der Regel auch.

Entzündung trotz Wurzelbehandlung

Der Zahn ist gefüllt, aber an der Wurzelspitze bleibt ein Herd bestehen oder kehrt nach Jahren zurück.

Erneute Wurzelbehandlung nicht möglich

Ein Stift, eine Krone oder ein stark gekrümmter Kanal versperren den Weg von oben. Dann bleibt der Zugang über die Wurzelspitze.

Zyste an der Wurzelspitze

Hat sich um die Wurzelspitze eine Zyste gebildet, entfernen wir sie im selben Eingriff und lassen das Gewebe untersuchen.

Warum mikrochirurgisch

Genauer sehen,
feiner arbeiten

  • Der eigene Zahn bleibt

    Ziel ist, den Zahn mit seiner Wurzel zu erhalten und eine Entfernung zu vermeiden.

  • OP-Mikroskop mit bis zu 25-facher Vergrößerung

    Feine Seitenkanäle und Risse in der Wurzel werden sichtbar, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind.

  • Kleiner Zugang

    Mikroinstrumente brauchen wenig Platz. Wir müssen weniger Knochen abtragen, das schont das Gewebe.

  • Planung am 3D-Bild

    Das DVT steht in der Praxis. Wir kennen die Lage von Nerv und Kieferhöhle, bevor wir beginnen.

Ablauf

Schritt
für Schritt

Der Eingriff findet ambulant statt. Sie gehen danach nach Hause, am besten in Begleitung, wenn Sie Lachgas oder einen Dämmerschlaf gewählt haben.

  1. Schritt 1

    Beratung und 3D-Röntgen

    Wir untersuchen den Zahn und fertigen bei Bedarf eine DVT-Aufnahme an. Darauf sehen wir, wie groß die Entzündung ist und wie nah Nerv oder Kieferhöhle liegen.

  2. Schritt 2

    Betäubung

    Der Bereich wird örtlich betäubt. Wer sehr angespannt ist, kann zusätzlich Lachgas oder einen Dämmerschlaf bekommen.

  3. Schritt 3

    Zugang zur Wurzelspitze

    Über einen kleinen Schnitt im Zahnfleisch legen wir die Wurzelspitze frei. Die Schnittführung wählen wir so, dass später möglichst wenig zu sehen ist.

  4. Schritt 4

    Entzündung entfernen

    Unter dem OP-Mikroskop tragen wir das entzündete Gewebe ab und kürzen die Wurzel um wenige Millimeter.

  5. Schritt 5

    Dichter Verschluss

    Den Wurzelkanal reinigen wir von der Spitze her und verschließen ihn mit einer kleinen Füllung, damit keine Bakterien mehr austreten.

  6. Schritt 6

    Naht und Kontrolle

    Die Wunde wird fein vernäht. Nach etwa einer Woche ziehen wir die Fäden, die Knochenheilung kontrollieren wir später im Röntgenbild.

Gut zu wissen

Ehrlich
eingeschätzt

Nicht immer der richtige Weg

Eine Wurzelspitzenresektion lohnt sich nur, wenn der Zahn danach eine gute Aussicht hat. Ist die Wurzel längs gerissen, der Zahn stark gelockert oder kaum noch Zahnsubstanz vorhanden, raten wir davon ab. Manchmal ist auch eine erneute Wurzelbehandlung von oben die bessere Wahl. Das klären wir nach Untersuchung und Röntgenbild, bevor Sie sich entscheiden.

Die Tage danach

  • In den ersten zwei Tagen von außen kühlen, mit Pausen.
  • Essen erst, wenn die Betäubung abgeklungen ist, zunächst weich und nicht heiß.
  • Zähne weiter putzen, die Wunde dabei aussparen.
  • Nicht rauchen und keinen Alkohol trinken, solange die Wunde heilt.
  • Etwa eine Woche kein Sport und keine Sauna.

Bei starker Schwellung, Fieber oder einer Nachblutung rufen Sie uns bitte an.

Kosten

Was kostet
die WSR?

Die Kosten hängen vom Zahn, von der Zahl der Wurzeln und vom Aufwand ab. Bevor wir behandeln, wissen Sie, was auf Sie zukommt.

Gesetzlich versichert

Kasse oder GOZ

Je nach Zahn und Befund teils Kassenleistung, teils private Abrechnung. Bei Backenzähnen gelten engere Voraussetzungen.

Privat versichert

nach GOZ

Abrechnung nach der Gebührenordnung für Zahnärzte. Die Erstattung richtet sich nach Ihrem Tarif.

Vorab

Kostenvorschlag

Sie erhalten vor dem Eingriff einen individuellen Kostenvorschlag, auch für Wahlleistungen wie Lachgas oder Dämmerschlaf.

Fragen

Antworten
auf Ihre Fragen

Tut eine Wurzelspitzenresektion weh?
Während des Eingriffs sind Sie örtlich betäubt und spüren in der Regel keinen Schmerz, nur Druck und Vibration. Danach kann die Stelle für einige Tage geschwollen und empfindlich sein. Das lässt sich mit Kühlen und üblichen Schmerzmitteln gut lindern.
Wie lange dauert der Eingriff?
Das hängt vom Zahn ab. Bei einem Frontzahn sind es oft 30 Minuten, bei einem Backenzahn mit mehreren Wurzeln kann es eine Stunde werden. Wir nennen Ihnen die voraussichtliche Dauer nach der Untersuchung.
Wie lange falle ich aus?
Die meisten planen ein bis drei ruhige Tage ein. Auf Sport, Sauna und schwere körperliche Arbeit sollten Sie etwa eine Woche verzichten. Eine Krankschreibung stellen wir bei Bedarf aus.
Bleibt eine sichtbare Narbe?
Der Schnitt liegt im Zahnfleisch und heilt meist unauffällig ab. Bei Zähnen im sichtbaren Bereich achten wir besonders auf die Schnittführung und nähen mit sehr feinem Material.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Wurzelspitzenresektion nur unter bestimmten Voraussetzungen, bei Backenzähnen gelten engere Regeln als bei Frontzähnen. Mikrochirurgische Zusatzleistungen wie das OP-Mikroskop sind in der Regel Privatleistungen. Sie erhalten vorab einen individuellen Kostenvorschlag.
Was passiert, wenn die Entzündung wiederkommt?
Nicht jede Wurzelspitzenresektion heilt aus. Kommt die Entzündung zurück, besprechen wir, ob ein zweiter Eingriff sinnvoll ist oder ob der Zahn entfernt werden sollte. In diesem Fall beraten wir Sie zu den Möglichkeiten, die Lücke zu schließen.
Brauche ich eine Überweisung?
Nein. Sie können direkt einen Termin vereinbaren. Viele kommen mit einer Überweisung ihrer Hauszahnärztin oder ihres Hauszahnarztes, dann erhält die Praxis nach dem Eingriff einen Bericht von uns.
Verfasst und geprüft
Dr. Ansgar Hergt, Fachzahnarzt für Oralchirurgie
Zuletzt aktualisiert: Oktober 2026
Termin

Zahn
prüfen lassen

Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Wir schauen uns den Zahn an und sagen Ihnen offen, ob eine Wurzelspitzenresektion sinnvoll ist.

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